Konflikte brauchen Verlierer*innen, um zu neuen stabilen Verhältnissen zu führen. Win-win-Lösungen oder Konsens basieren meist auf (nützlichen) Illusionen oder der Vernachlässigung nicht berücksichtigter Interessen oder abwesender Interessenparteien.
Kompromisse wirken des Öfteren wie ein Bumerang. Sie kommen zu einem späteren Zeitpunkt als Vorwurf zurück.
Es entlastet, wenn Sie Konflikte als eigenes soziales Kommunikationssystem ansehen, welches eine spezifische Eigendynamik entwickelt. Sie ergreift Menschen und verändert ihre Selbststeuerung meist dramatisch - zunächst zum Chaotischen und mit Arbeit und Glück zur Entwicklung.
(formuliert und erweitert nach Klaus Eidenschink)