Über Hierachiegrenzen hinweg

Konflikte entstehen nicht nur, wenn Menschen mit unterschiedlichen Interessen

direkt zusammenarbeiten. Sie entstehen auch durch Entscheidungen und Verhalten über

Hierarchiegrenzen hinweg, z.B. zwischen Team, Teamleitung und Geschäftsleitung. Das Besondere in diesen Situationen ist, dass sich mitunter nicht alle Parteien darüber bewusst sind, dass überhaupt ein Konflikt besteht. Dies trifft insbesondere auf diejenigen Personen zu, die nicht im regelmäßigen Austausch mit dem Team stehen.

Auslöser für Konflikte über Hierarchiegrenzen hinweg sind Unklarheiten darüber, wer zu welchen Themen welche Entscheidungskompetenzen besitzt, und auch, wie diese angewendet werden. Typisch für einen solchen Fall ist beispielsweise das Aushebeln bestehender Kommunikations- und Prozessketten durch direkte Anordnungen hierarchisch höher gestellter Personen. Der eigentliche Verantwortliche wird dabei übergangen und in seiner Entscheidungskompetenz beschnitten – beide Parteien fühlen sich im Recht.

Konflikte entstehen nicht selten auch dadurch, dass in einer Person zwei oder gar drei Hierarchieebenen gebündelt sind. Daraus entstehen innere Konflikte: "Welcher Ebene soll jetzt gerade mehr Gewicht gegeben werden?". Oft genug ist dann den Personen und Mitarbeitenden auch nicht bewusst, aus welcher Hierarchieposition und mit welchem Anspruch ein Gespräch geführt wird.

Gefahrenpotential durch Konflikte über Hierarchiegrenzen hinweg

  • Verwirrungen und Irritationen bis hin zur Orientierungslosigkeit unter den Mitarbeitern*innen
  • Ausführen von Machtkämpfen: Wer trifft die Entscheidungen?
  • Stumme Verweigerung von Entscheidungen und Arbeitsaufträgen
  • Leistungsminderung durch Resignation („wird doch eh anders entschieden“)
  • Vermehrte Krankheitstage
  • Innere und äußere Kündigung und Fluktuation im Unternehmen

Das Beilegen von Konflikten über Hierarchiegrenzen hinweg bedarf einer besonderen Herangehensweise. Für die Dauer des Prozesses verzichten die Beteiligten auf die Macht- und Kompetenzausstattung ihrer Positionen und kommunizieren und agieren auf Augenhöhe – das ist unabdingbar, um eine offene Gesprächskultur und einen gemeinsamen Blick auf die Aufgaben und Ziele des Unternehmens entwickeln zu können. Im Gesprächsverlauf selbst achten wir scharf – je nach Situation – darauf, alle Parteien zu stärken und zu schützen, sodass der Konflikt unverstellt, unzensiert von allen Seiten geschildert werden kann und dabei niemand überfordert, übergangen oder gar gedemütigt wird. Mit passenden Methoden entwickeln wir Verständnis für die jeweiligen Sichtweisen und die Kooperationsfähigkeit zu einem Konsens.

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